Die Antwort der Autobahndiektion Südbayern

In einem Protestschreiben das an die Autobahndirektion Südbayern gerichtet war beschwerte sich Petra Schaber über die Presseinformation 10/07 zum Thema Lärmschutz in Gräfelfing. Die Antwort zu diesem Schreiben ist nun eingegangen und verdient einen eigenen Kommentar.

 

Unter ‚Kommentar zur Absage an den Lärmschutz an der A96‘ berichteten wir über das Protestschreiben und die Antwort der Autobahndirektion Südbayern an die 2.Bgm Petra Schaber vom 8.5.2007 muss Empörung hervorrufen:

Es sei kein Lärmschutz notwendig und möglich.

Die Behörde argumentiert in ihrem Schreiben – Autobahn 8.5.07.pdf (2.2 MB) – , dass entlang der A96 nur „Lärmsanierungen“ in Frage kommen würden, für die viel höhere Lärmwerte gelten (60 dB nachts und 70 dB tagsüber).

Beim „Lärmschutz“, der nur beim Bau neuer Autobahnen gewährt wird, gelten 49 dB nachts und 59 dB tagsüber.

Der Unterschied dieser beiden Zahlen ist eklatant, da die Lärmpegelwerte logarithmisch gemessen werden – d.h. die Grenzwerte 60 dBA zu 49 dBA und 70 dBA im Vergleich zu 59 dBA differieren so sehr, dass die Gräfelfinger über 1000% (?tausend Prozent?!) mehr Kfzs hinnehmen müssen als Bürger, die neben einer neu gebauten Autobahn wohnen. In Kfz-Zahlen heißt das: Wenn Bürger an neuen Autobahnen 10.000 Kfz pro Tag aushalten müssen, so haben die Gräfelfinger rund 100.000 Kfz zu tolerieren!

Für die Behörde ist die A96 eine Verkehrsader, die bereits lange besteht. So muss sozusagen nur eine Nachbesserung stattfinden. Und hierfür sind sog. Lärmsanierungen vorgesehen. Dieses ungeachtet der Tatsache, dass durch die Verkehre von der nun angebundenen A99 und vom Halbanschluss Freiham Kfz-Zahlen gemessen werden, wie sie auf den Autobahnhauptachsen durch Deutschland gemessen werden.

Dieses ist für die Bürger Lochhams und Gräfelfings nicht vermittelbar. 

Wenn nachts Ohrenstöpsel notwendig werden oder keine Fenster mehr offengehalten werden können, wenn die Schlafzimmer verlegt werden und die Terrassen nur noch begrenzt zu nutzen sind, muss ein stärkerer Lärmschutz gefordert werden.

Die IGG protestiert gegen diese für die Bürger ignorant wirkende Mitteilung der Behörde!

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