IGG Mitglieder-Versammlung 2017

IGG Mitgliederversammlung 2017

Entlastungsstraße

Lebendig und engagiert wurde am 22. März 2017 diskutiert. Das, was die Diskussion in der IGG an diesem Abend so befeuerte, ist die Idee der sogenannten „kommunalen Entlastungsstraße“. Westlich vom Gräfelfinger Gewerbegebiet könnte sie zweispurig verlaufen. Seit Jahrzehnten ringen Bürger/innen sowie ihre politischen Vertreter/innen im Gemeinderat um eine Lösung, die die Verkehrsprobleme auf dem Weg ins Gewerbegebiet und auf der stark belasteten Pasingerstraße bewältigt und zugleich weder mehr Verkehr anzieht noch diesen innerhalb des Ortes nur auf andere Straßen verschiebt. Das hört sich nach der Quadratur des Kreises an!

Nachdem sich die IGG 2012 öffentlich gegen die geplante vierspurige Staatsstraße 2063 neu ausgesprochen hatte und die Bürger/innen mehrheitlich beim Ratsbegehren gegen diese Variante mit Nein gestimmt hatten, darf man um der Glaubwürdigkeit willen jetzt nicht als „Umfaller-Partei“ erscheinen, forderte IGG Mitglied Klaus Sueß. Davon ist die IGG weit entfernt. Denn wer die 2063 neu von damals und die jetzt ins Gespräch gebrachte kommunale Entlastungsstraße in einen Topf wirft, der verwechselt Äpfel mit Birnen. Wir haben es mit einer neuen Entscheidungssituation und Abwägung zu tun.

Bei der Mitgliederversammlung wurde deutlich: IGG und Bürgermeisterin sind sich einig, dass

  1. zunächst ein Gutachten in Auftrag gegeben werden muss, das alle möglichen und sinnvollen Varianten der Verkehrsführung ins und um das Gewerbegebiet untersucht,
  2. das Für und Wider bzw. der Gewinn und der Verlust jeder untersuchten Variante den Bürgern/innen transparent gemacht werden muss und beides nicht in einer „Blackbox“ verschwinden darf sowie
  3. die Bürger/innen erneut befragt werden sollen, wofür sie sich in Kenntnis und Abwägung der Fakten entscheiden.

Mit diesem Vorgehen waren alle Anwesenden einverstanden und zu Recht auch ein wenig stolz über die sachlich und zugleich leidenschaftlich geführte Diskussion.

 

Jahresbericht des Vorstands

Im Jahresbericht 2016 des Vorstands wurde ein neues Projekt besonders herausgestellt: Der Vorstand geht neue Wege in der Kommunikation mit den Bürgern/innen. D.h. er lädt bestimmte Zielgruppen aus der Bürgerschaft zu Gruppeninterviews ein. So möchte er eine kritische Außensicht auf die kommunalpolitische Arbeit  bekommen und im Zuhören herausfinden, wann Kommunalpolitik für Bürger/innen interessant wird. Die politischen Gruppierungen stehen in einem Wettbewerb um engagierte Leute und müssen sich Gedanken über ihre Attraktivität machen. Bürger/innen sind die Basis für Lebendigkeit und Engagement und letztlich der Boden für die demokratische Kultur am Ort. Die erste Veranstaltung dieser Art bekam von den Teilnehmer/innen sehr gute Noten.

 

Vorstand bestätigt

Der alte IGG Vorstand mit Nico v.Welck, Mathias Pollok, Klaus Tonte und Wolfgang Balk wurde einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

 

Halbzeit in der Wahlperiode

Bürgermeisterin Uta Wüst gab einen Überblick über die aktuell laufenden Projekte in der Gemeinde, die von einem enormen Arbeitspensum zeugen und einer sehr einsatzfreudigen und erfahrenen Verwaltung in Gräfelfing. Uta Wüst präsentierte sich fachlich versiert und souverän im Umgang mit der Vielfalt der Themen. Ihre Fähigkeit zur Integration oft widerstrebender Interessen und der Mut, Position zu beziehen, zeichnen ihre Person und Arbeitsweise besonders aus.

Fraktionssprecherin Petra Schaber stellte in ihrem Bericht die Arbeit des IGG Beirates heraus. Bei monatlichen Treffen beraten die Fraktions- und Beiratsmitglieder anstehende kommunalpolitische Themen. Am gemeinsamen Tisch  sind dann unterschiedliche Fachrichtungen sowie berufliche und persönliche Erfahrungen vertreten. Sie sind für die Belange der Fraktionsarbeit und damit der Gemeindepolitik eine sehr wertvolle ehrenamtliche Unterstützung.

 

Mathias Pollok (Mitglied im IGG Vorstand, Gemeinderat)

 

 

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