Sozialwohnungen in zwei Gebäuden

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor den Osterferien dem Ergebnis des Architektenwettbewerbs für den Bau von Sozialwohnungen an der Rottenbucherstraße zugestimmt. Auf Grund des IGG-Antrags (‚Architektenwettbewerb für die Rottenbucherstrasse‘ 01.11.13) wurde jetzt für Gräfelfings Ortsmitte eine sehr gute Lösung gefunden: der 1. Preisträger wird seine Zweigebäude-Lösung umsetzen.

 

Die starke Kritik an der ursprünglich angedachten Größe des Hauses fand zu Recht statt, denn es wurde noch im Winter 2013 eine massive, lange Blockbebauung vorgeschlagen. Im Laufe der nachfolgenden Sitzungen fiel der anfänglich geplante ebenerdige Kindergarten weg, da u.a. die Freiflächen doch nicht ausreichend schienen. Und auch die Eilbedürftigkeit wegen evtl. verfallender Zuschüsse stellte sich alsbald als nicht zutreffend heraus.
So blieb ausreichend Zeit, den von uns beantragten Realisierungswettbewerb auszuschreiben.

Die Vorgaben des dann vom Rat beschlossenen Architektenwettbewerbs beinhalteten insbesondere die Forderung nach einer städtebaulichen Anpassung an die Umgebung (die Begrenzung auf E+II mit einer traufseitigen Höhe von 9,25m). Die Planungen forderten mind. 24 barrierefreie Wohnungen mit 1-3 Zimmern, dazu u.a. eine effiziente Innenerschließung, eine Tiefgarage und eine durchdachte Außengestaltung. Von dann eingegangenen 98 Bewerbervorschlägen aus ganz Europa konnten schließlich 12 Büros zugelassen werden. Das Preisgericht – in dem Vertreter des Gemeinderats waren (für die IGG war dies Dr. Benno Stübner) – entschied sich zuerst für vier, danach auf Grund eines genauen Bewertungs-Katalogs mit differenzierter Punkte-Gewichtung für den Entwurf des Büros PECK.DAAM Architekten mit Landschaftsarchitektin Julia Pankofer als 1. Preisträger. Die Modelle der 12 teilnehmenden Büros wurden im November 2014 im Rathaus ausgestellt.
Da es sich um einen sog. Realisierungswettbewerb handelte, musste übrigens die Vergabe an einen der Preisträger, in der Regel an den Sieger des Wettbewerbs, vergeben werden.

Der Sieger-Entwurf überzeugt durch gute Situierung in der umgebenden Bebauung, die Aufteilung in zwei Gebäude, ausreichende Belichtung der Wohnungen und qualitativ gute Standards für die Durchführung. Die Kosten vom ersten und zweiten Preisträger würden sich nur geringfügig unterschieden, so Dipl.Ing. Walter Landherr, der den Wettbewerb begleitende Architekt. Der 2.Sieger sah ein großes langgestrecktes blockartiges Gebäude vor, das aber insgesamt nur knapp 5% günstiger geworden wäre. Die Kosten der ursprünglich geplanten, langen Blockbebauung (siehe oben) wären übrigens höher als die des Sieger-Entwurfs gewesen.

Am 24.03.15 wurde einstimmig wie folgt beschlossen: „ Dem Vergabevorschlag aus dem Architektenwettbewerb und den dazugehörigen Auftragsverhandlungen wird zugestimmt.“ Damit ist die „Quadratur des Kreises“ gelungen, wie die Presse Architekt Landherr zitierte, und auch die Nachbarschaft spricht von „großem Gewinn für Gräfelfing“. Die IGG freut sich, dass hier eine für die Umgebung so gut verträgliche Lösung für diesen sensiblen Platz in Gräfelfings Ortsmitte gefunden wurde.

Weitere Themen für Sie: