Uta Wüst – die ersten Tage als 1. Bürgermeisterin

Uta Wüst berichtet über die ersten Eindrücke im Rathaus als erste Bürgermeisterin und die Umsetzung eines zentralen Aspekts ihres Wahlkampfes: Bürgerbeteiligung und Transparenz

 

Mein erster Tag im Amt begann am 1. Mai bei strahlendem Sonnenschein mit der Eröffnung der Maifeier. Seitdem prasseln täglich viele neue Eindrücke und Informationen auf mich ein. Jeder Tag ist momentan spannend und aufregend und ich bin mir schon jetzt sicher, dass das Amt der Bürgermeisterin zu den schönsten Aufgaben zählt.

Zwischen dem Hineinfinden in die täglichen Arbeitsabläufe stellt sich mir natürlich gleichzeitig die Aufgabe eigene, neue Akzente in der Gemeindepolitik zu setzen.

Ein zentraler Aspekt auch meines Wahlkampfes war das Thema „Bürgerbeteiligung und Transparenz“.
Zwei Bürgerentscheide in den letzten Jahren die geplante Projekte der Gemeinde gestoppt haben, sind für mich ein deutliches Signal, dass die Bürger sich aktiv beteiligen möchten.
Da reicht es nicht, einmal im Jahr auf der jährlichen Bürgerversammlungen geplante Projekte vorzustellen. Nein, die Bürger möchten nachvollziehen können, wie es zu diesen Projekten kam, welche Umstände zu welchen Ergebnissen führten.
Natürlich bleibt die Entscheidung bei den gewählten Vertretern, dem Gemeinderat. Aber auch die Gemeinderäte möchten im Sinn ihrer Bürger entscheiden. Um so wichtiger ist also, die Bürger schon früh zu informieren und auch begleitend um ihre Meinung dazu zu bitten. Nur so kann vermieden werden, dass sich die Bürger „überrannt“ fühlen und sich dadurch gegen die Verwirklichung stellen.

Ein konkretes Beispiel ist in unserer Gemeinde die Gestaltung des Jahnplatzes in Lochham. Hier wird inzwischen seit Jahrzehnten an einer stimmigen Gesamtlösung gearbeitet. Die komplizierte Gemengelage von privaten und öffentlichen Interessen, die sinnvolle Planung für Städtebau, Einzelhandel und Verkehr – all das ist sehr komplex. Und um so wichtiger scheint mir, alle Überlegungen dazu klar auf den Tisch zu legen, anschaulich darzustellen und für den Bürger nachvollziehbar zu machen. Die Meinungen der Bürger bereits im Planungsprozess zu hören und aufzunehmen bedeutet nicht, die Planung hinauszuzögern, sondern garantiert ihren Erfolg in der Öffentlichkeit. Und dafür bin ich als Bürgermeisterin verantwortlich.

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