Uta Wüst besuchte soziale Einrichtungen in Gräfelfing

In Familie

Es war der Wunsch von Uta Wüst einige soziale Einrichtungen der Gemeinde aus erster Reihe kennen zu lernen. Bauhof, Feuerwehr und Bücherei blieben ihr aus Gründen der politischen Neutralität verschlossen. Über ihre Erfahrungen berichtet sie selber.

Bei der Nominierungsveranstaltung der IGG hatte die Bürgermeisterkandidatin Uta Wüst ihren Plan erläutert, mehrere soziale Einrichtungen der Gemeinde Gräfelfing zu besuchen. Nun ist sie um einige Erfahrungen reicher, die sie während ihrer „Sozialen Woche“ machen konnte:

In der Kinderkrippe konnte ich zum einen viel über den Tagesablauf, die verschiedenen Ansprüche und auch die Elternwünsche erfahren – der Spaziergang mit den Kindern in den Wald war ein richtiger Höhepunkt, trotz Kälte und hereinbrechender Dunkelheit.

Am Mittwoch ging es gleich um 7.30 Uhr los: mit Malteser-Jacke begleitete ich eine Tour von „Essen auf Rädern“. Beeindruckend, welch großes Einsatzgebiet von Gräfelfing aus bedient wird und wie sehr sich die Kunden über den Besuch der Essensboten freuen. Die Mitarbeiter haben auf die überwiegend betagten Kunden immer ein Auge, bekommen mit, wenn ein Essen nicht gegessen wurde und aus aktuellem Anlass wurde von der aufmerksamen Malteserin auch überprüft, ob Rauchmelder mit Notrufsystem angebracht waren.

Mittags ging es dann weiter zum Würmtaltisch – eine lange Schlange Bedürftiger wartete schon auf die Ausgabe. Hier konnte man gut die Not sehen, die in einer wohlhabenden Gemeinde wie Gräfelfing gar nicht wahrgenommen wird, aber durchaus existiert.

Am Donnerstag schließlich war der Einsatzort das Rudolf-und-Maria-Gunst Haus. Hier konnte beim Basteln von Weihnachtsschmuck auch viel gelacht werden. Allerdings war auch gut zu erleben, wie ein Leben im Alter aussehen kann und wie patent und warmherzig hier das Personal arbeitet.

Mein Ausblick hierzu:

Wir haben in Gräfeling ein breites und qualitativ hochwertiges soziales Angebot, das in seiner Vielfalt und seinem Niveau erhalten bleiben muss. Bei Kinderbetreuung wie auch Einrichtungen für ältere Bürger muss genau der Bedarf vorausschauend ermittelt werden – sowohl demographische Entwicklungen wie auch veränderte Bedürfnisse müssen dabei einbezogen werden. Der Trend geht eindeutig dahin, dass Senioren inzwischen erst in ein Seniorenheim umziehen, wenn sie Pflegefälle geworden sind, d.h. die Selbstversorgung zu Hause ist für viele das Ziel, entsprechend ändern sich die Anforderungen an die Seniorenheime, die inzwischen nur noch wenige „junge Alte“ als Bewohner haben.

Auch die stark gestiegene Anzahl an Bedürftigen, die sich entweder am Würmtaltisch versorgen müssen oder auch eine Patenschaft für Essen auf Rädern erhalten, stellt die Gemeinde vor besondere Herausforderungen. Wir möchten ein lebenswertes Gräfelfing für alle bieten. Um so mehr muss unsere Aufmerksamkeit auf denen liegen, die Unterstützung benötigen.

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