IGG Gartenstadtpreis 2013 unter dem Motto: Anbau statt Abriss – Altbau bewahren.

In Bauleitplanung
Vlnr: Hr. Frömel, Frau Steinberger, Frau Fisel, Frau Wüst (IGG Bürgermeisterkandidatin), Hr. Muck Petzet (Jury), Fr. Andrea Baader (Jury), Hr. Franz Winklhofer (für seinen Vater). Hinten links: Ehepaar Dr. SchwanghartNicht dabei: Hr. Matthias Kirchof, der als Architekt den Preis für die Eheleute Veit entgegengenommen hat. © Lea Wüst

 

Mit viel Engagement wurde letztes Jahr der IGG Gartenstadtpreis aus der Taufe gehoben. Wir möchten damit positive Beispiele und Vorbilder auszeichnen, die unsere Gartenstadt Gräfelfing prägen.
Der IGG Gartenstadtpreis stand dieses Jahr unter dem Motto „Anbau statt Abriss – Altbau bewahren und nach veränderten Bedürfnissen erweitern“.

„Anbau statt Abriss – Altbau bewahren und nach veränderten Bedürfnissen erweitern“ Warum dieses Motto?

 

Das Ortsbild unserer Gartenstadt wird noch stark von Gebäuden aus weit vergangener Zeit geprägt. Gerade dadurch ist Gräfelfing ein attraktiver Wohnstandort mit eigenem Charme, der viele Neubürger anzieht.

Gleichzeitig ist der Wohnflächenbedarf stark gestiegen: heute hat in Gräfelfing eine Person durchschnittlich 51 m² Wohnfläche – 10 m² mehr als landkreisweit – aber Gräfelfing hat keine Neubaugebiete. Das heißt, wo neu gebaut wird, wird sehr oft und manchmal sehr schnell Altes abgerissen. Und gerade die vertrauten Gebäude machen für uns den Bezug zu unserem Ort aus.

Aber natürlich muss sich ein Ort verändern dürfen. Wie man nun kreativ diesen veränderten Wohnbedürfnissen nachgeben kann, aber trotzdem den Altbau dabei wertschätzt, zeigen unsere diesjährigen Preisträger.

Unsere Juroren waren dieses Jahr, neben den Mitgliedern des Vorstands:

  • Herr Muck Petzet, der in der Öffentlichkeit bekannt wurde durch seine Haltung, dass ein gebautes Haus einen Wert hat, egal aus welcher Zeit, und dass man als Architekt die Neu- oder Umgestaltung als Herausforderung interpretieren sollte. Er gestaltete den deutschen Pavillon auf der 13. Architekturbiennale in Venedig unter dem Motto:„Reduce, Reuse, Recycle“
  • Frau Andrea Baader, Architektin aus Gräfelfing, die nicht nur für andere Auftrageggeber sondern auch sich für ihr eigenes Haus schon mit dem Thema „Anbau“ intensiv beschäftigt hat und die als Gräfelfinger die Architektur hier sehr bewusst wahrnimmt.

Nach intensiver Diskussion wurden folgernde sechs Preisträger auserkoren:

  1. ein im Stil des Kaffeemühlenhauses angebauter Wintergarten mit darüber liegender Dachterrasse in der Wandlhamerstr.13 (Petra Steinberger und Andreas Schuster-Woldan),
  2. ein nahezu „unsichtbarer“ Anbau in der Maria-Eich-Str.74 ( Hubert Winklhofer),
  3. ein farblich kontrastierender und schräg in den Garten ragender eingeschossiger Anbau in der Asamstr.7 (Ursula Fisel-Bocca und Jorge Bocca),
  4. eine Nische zwischen Haus und ehemaliger Garage nutzender Wintergarten in der Lärchenstr.17 (Familie Schwanghart )
  5. ein Holz- und Glasanbau auf einer ehemaligen Terrasse in der Rudolfstr.23 (Familie Frömel ) und
  6. ein in den Garten ragender weißer Kubus als kontrastreicher Anbau in der Eichenstr. 4a (Sonja und Peter Veit).

Alle Preisträger erhielten nach der Laudatio die emaillierte Gartenstadtpreis-Plakette zur Montage am Gartenzaun sowie eine Urkunde.

Wir freuen uns über das große Engagement der Gräfelfinger Bürgerinnen und Bürger und sind schon gespannt, wer nächstes Jahr dabei sein wird.

‚Erster Gartenstadtpreis 2012‘

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