Es kommt Bewegung in das gemeindliche Bauprojekt an der Rottenbucherstrasse

In Aus dem Rathaus

Im Bericht aus dem Rathaus konnten die Leser erfahren, dass die Gemeinde in der Rottenbucherstrasse einen Neubau im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus plant. Es handelt sich bei der Fläche Baugrund um den letzten freien Platz auf dem sog.“Unterfeld“. Die Vorplanungen der Verwaltung müssen in größter Eile vorgenommen worden sein, denn offensichtlich sind sie schon recht weit gediehen, sodass diesem Projekt jetzt gesteigerte Aufmerksamkeit zu widmen ist.

 

Wir berichteten vor kurzem über die verfügbaren Fakten und forderten in einem Antrag die Durchführung eines Architektenwettbewerbs. Parallel zu unseren News formierte sich das Bürgerbegehren „Kein Mammutbau im Zentrum Gräfelfings“. Die Entwicklung der Fronten, Argumente und Abschwächungsversuche durch Bgm Göbel sind so beachtlich, dass wir eine weitere Nachricht hierzu anbieten.

Am 14.11.2013 informierte die IGG unter ‚Sozialer Wohnungsbau an der Rottenbucherstrasse erfordert Architektenwettbewerb‘ über die dazu bekannten Fakten und einen Antrag zum Architektenwettbewerb.

Nach den vorgelegten Plänen handelt es sich eigentlich um zwei Gebäude, die zu einem einzigen Geschosswohnungsbau mit 4 Stockwerken mit einer Gesamtlänge von 66 m zusammengefasst wurden. Das Treppenhaus mit Aufzug befindet sich aus Platzgründen in der Mitte des Gebäudes.

Nach den Erläuterungen von Bgm Göbel wird die Eile der Planungen getrieben von den großen Geldern (Euro 1 Mio.) die noch bis zum Jahresende in den Fördertöpfen des Landkreises liegen. Herr Göbel will diese Fördermittel voll ausschöpfen und aus diesem Grund entsteht der Zwang ein- nach Meinung der Bürger – „gewaltiges Gebäude auf einem zu kleinen Grundstück“ zu errichten.

Die wichtige Frage nach dem Ortsbild im Umgriff mit den angrenzenden Wohnquartieren hat da kein Platz mehr und es fehlt auch die Zeit. Bei den Überlegungen der Verwaltung und des beauftragten Architekten war bisher in den Plänen und Gesprächen eine Berücksichtigung der städtebaulichen Aspekte nicht zu erkennen.

Es ist uns wichtig anzumerken, dass die Planungen inzwischen eine bemerkenswerte Wendung erfahren haben, als bereits während der Haushaltsberatungen Bgm Göbel und dann im nachfolgenden Bauausschuss die Verwaltung erklärte, dass

  1. der Kindergarten dort nicht realisiert und damit eine Hälfte des Gebäudes in der Höhe um ein Stockwerk niedriger werde;
  2. die Anzahl der Wohnungen jetzt von 26 auf 24 festgeschrieben werden.

Nach Meinung der IGG ist ein Projekt dieser Größe mitten im Ort so weitreichend und von großer städtebaulicher Bedeutung, dass dies in den Vorplanungen voll berücksichtigt werden muss und die vorgegebene Eile nicht als Begründung herhalten darf.

Wir sehen einen Architektenwettbewerb als geeignetes Mittel, um in der sensiblen Ortsmitte im Geschosswohnungsbau zu kreativen und nachhaltigen Lösungen zu kommen, die sich dann auch in das bestehende Ortsbild einpassen sollen.

Der Gemeinderat ist bei der Festlegung der Ziele und Inhalte rechtzeitig und ausreichend zu beteiligen und auch die Bürgerinnen und Bürger sind frühzeitig einzubinden. Fördermittel des Landkreises soll es auch im kommenden Jahr in gleicher Höhe geben.

Diese Vorgehensweise erinnert an mehrere Großprojekte der Gemeinde die in dieser Wahlperiode mit absolut überzogener Hast aus der Taufe gehoben wurden und mit Argumenten, die von aussen Druck erzeugten, zur schnellen Umsetzung gezwungen werden sollten.

Das überstürzte Handeln mit Schnellschüssen noch in diesem Jahr ist nicht zielführend und ruft Proteste der Bürger hervor, die nun Unterschriften sammeln für ein Bürgerbegehren.

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