Zum Erhalt der Ensemblesubstanz rund um den Asamplatz gibt es jetzt den Bebauungsplan 1N

In Bauleitplanung

Für das Gebiet rund um den Asamplatz fällt dort jedem Besucher sofort die einheitliche Wohnhaus-Struktur auf. Gemeinsame Stilmerkmale weisen darauf hin, dass dieses Gebiet eine eigene Entstehungsgeschichte haben muss. Der Charme dieses Quartiers sollte erhalten bleiben. Das ist auch die Meinung der dort Wohnenden. Es erhebt sich daraus die Forderung wichtige Stil-Merkmale im Bebauungsplan festzuhalten, wie es jetzt in enem Antrag der IGG gefordert worden ist. Rund um den Asamplatz wurde jetzt für die Asamstraße, Röntgenstraße und Gabriel-von-Seidl-Straße ein Bebauungsplan 1N festgelegt.

 

Die alten Häuser Gräfelfings weichen dem Baudruck, der vor allem der Forderung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit Rendite-Denken geschuldet ist. Dabei gibt es durchaus Häuser in Gräfelfing und Lochham, die diesem Denken nicht geopfert werden sollten. Wie zum Beispiel das Gebiet rund um den Asamplatz.

Das Gebiet um den Asamplatz hat zahlreiche Häuser, die im alpenländischen Stil gebaut worden sind. Die nicht so große Anzahl der ähnlich gestalteten Häuser und der unterschiedliche Erhaltungszustand hatte es verhindert, daß das Denkmalamt die Häuser in Lochham unter Denkmalschutz stellte. Dieses würde dann auch eine sehr strenge Vorschrift für alle Häuser mit sich bringen, so dass alle Änderungen stil-und v.a. denkmalgerecht durchgeführt werden müßten.

Ein weniger einschneidender Schritt zum Schutz der einheitlichen Siedlung bietet sich durch das Einfügen von Gestaltungsmerkmalen in den Bebauungsplan an, so dass in diesem doch noch sehr homogen Gebiet Häuser entstehen werden, die der Umgebung besser angepaßt sind.

Die IGG beantragte für das Quartier rund um den Asamplatz in den dort gültigen Bebauungsplan Nr. 1E Gestaltungselemente einzufügen. Alle Anlieger hatten in einer Unterschriftenaktion für den Erhalt ihres weitgehend einheitlichen Quartiers gekämpft. Da festgelegte Gestaltungselemente eine Möglichkeit der Vorgabe für Hausarchitektur sind, hat die IGG in ihrem Antrag vom 21.9.12 vorgeschlagen, zu prüfen, dies für Lochhams Asamplatzquartier einzuführen. (452.37 kB)

Im Bauauschuss vom 11.10.12 wurde der IGG Antrag mit allen Stimmen einstimmig positiv abgestimmt:

  • Gestaltungselemente sollen neu in den entsprechenden Bebauungsplan Nr. 1E aufgenommen werden.
  • Es wurde im Frühjahr 2013 dann ein neuer Entwurf erstellt, den Herr Müller-Diesung ausgearbeitet hat.
  • Schließlich wurde in der letzten Aprilwoche diesen Jahres zu einer Anlieger-Versammlung eingeladen. Nach unseren Gesprächen mit Anwohnern wurden die Vorschläge überaus positiv aufgenommen.
Noch ist allerdings dem Gemeinderat diese Änderung des Bebauungsplans nicht vorgestellt worden.

 


 

Diese Forderung nach Erhalt der einheitlichen Wohnhaus-Struktur in Lochham hat nun auf Grund unseres Antrags zu einem entsprechenden Satzungselement geführt. So kann in einem moderaten Weg ein Stück Gartenstadt erhalten bleiben, und das im Einverständnis mit den Anwohnern dieses Quartiers.

Auch ist dies von der IGG nun eingebrachte Mittel eine Sicherungsmöglichkeit zum Erhalt der alten Ortstruktur in den Gebieten Gräfelfings, in denen eine Einheitlichkeit der Bebauung besteht. Damit wird der Sorge vieler Gräfelfinger Rechnung getragen, die den teilweise extremen Wandel der Bebauung nicht gutheißen. In einem einheitlichen Umfeld kann mit einer Gestaltungsfestlegung ein zu ungleiches Nebeneinander vermieden werden.

 


 

Am 30.7.2013 wurde jetzt im Gemeinderat beschlossen eigens für dieses Gebiet Asamstraße, Röntgenstraße und Gabriel-von-Seidl-Straße einen eigenen Bebauungsplan 1N zu erarbeiten. Dieser regelt unter Beibehaltung der bisherigen Festlegungen die Gestaltung neuer Gebäude. Diese Vorgehensweise fand die mehrheitliche Zustimmung einer zuvor abgehaltenen Anliegerversammlung.

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