Das Gräfelfinger Beleuchtungskonzept – ein neuer Schildbürgerstreich

In Bauleitplanung

Das Lampenkonzept der Bahnhofstrasse in Gräfelfing wurde vor Jahren ein Trauerspiel. Die IGG setzte sich bereits vor 2010 mehrfach dafür ein, bei der Renovierung der Bahnhofstrasse dafür zu sorgen, dass der Auswahl der Straßenlaternen gesonderte Aufmerksamkeit zu widmen ist. Die Gemeindeverwaltung hatte dann im Alleingang die Auswahl nur an den technischen Anforderungen ausgerichtet und somit wird unsere Bahnhofstrasse den Eindruck eines nächtlichen Verkehrsübungsplatzes nicht mehr los.
Der Fehler müsste eigentlich bekannt sein und doch wird er wieder erneut begangen – dieses mal in der Rottenbucherstrasse.

 

Um nicht erneut bei künftigen Strassenrenovierungen in einem ähnlichen Desaster zu landen hatte die IGG einen Antrag für ein generelles Beleuchungskonzept gestellt. Diesem Antrag wurde im September 2010 stattgegeben, mit der Massgabe das Ergebnis bei der Renovierung der Rottenbucherstrasse erstmals umzusetzen.

Nun wird die Rottenbucherstrasse renoviert – von einem Beleuchungskonzept ist weit und breit nichts zu erfahren. Obwohl die Renovierung der Rottenbucherstrasse um ein ganzes Jahr verschoben wurde, hat man offensichtlich geschlafen. Jetzt ist man aufgewacht – zu spät für die Rottenbucherstrasse. Auf lange Zeit eine vertane Chance!

Liebe Anwohner, liebe Gräfelfinger, wir bedauern dieses Versäumnis, aber es bleibt dabei, weil:

  • man die Erfahrung aus der Bahnhofstrasse nicht berücksichtigt hat und der Auftrag des Gemeinderats ignoriert wurde.
  • ausschließlich nach Vorschriften gearbeitet wurde. Es scheint nicht die Empfindung da zu sein, dass 8 Meter hohen Leuchtmasten keine Aufenthaltsqualität, vielmehr aber eine „ungemütliche“ Atmosphäre schaffen. Bei den Laternen mit niedrigerer Höhe wären mehr Masten aufzustellen, um eine ausreichende Beleuchtung zu erzielen. Das Argument der Verwaltung:“ Wir sind schon zu weit beim Bauen!“ Und das Argument der dann dort wieder neu angepflanzten Bäume, die das Licht brechen würden, ist wirklich dünn.
  • ein Beleuchtungskonzept bis jetzt nicht beauftragt wurde und erst für einen der kommenden Bauausschüsse zum Thema gemacht werden soll. Doch für die Rottenbucherstrasse, eine unsere längsten Alleen, ist es zumindest für die erste Umbaustrecke zu spät. Und es ist zu befürchten, dass dadurch eine Entscheidung auch bereits für den nächsten Bauabschnitt getroffen wurde.

Würde man eine weitere Reihe Straßenlaternen auf der anderen Straßenseite aufstellen, wäre das eine Kostenmehrung um maximal 55.000€ für die erste Umbaustrecke. Im Vergleich zum steilen Anstieg der Kosten der 1250-Jahr-Feier ist das bei weitem nicht einmal so viel.
Müßte uns diese Summe es nicht Wert sein für unsere Gartenstadt?

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