Wieso soll Gräfelfing die Reparaturen im RMG-Haus zahlen?

Seit Jahren fordert die IGG Klarheit über die Verwendung der Überschüsse, die das Rote Kreuz aus dem Betrieb des Maria Gunst Hauses erwirtschaftet. Nun weigert sich das Rote Kreuz die längst anstehenden Reparaturen vorzunehmen weil man dort der Meinung ist, dass dies die Aufgabe Gräfelfings sei.

 

Schon seit über drei Jahren fordert die IGG von der Verwaltung und dem Bürgermeister eine transparente Aufarbeitung der Situation um das RMG Haus . Von der Gemeinde wurde als Eigentümer des RMG Hauses diese Transparenz bisher nicht geschaffen. Stattdessen übte man sich mit dem Kreisverband einen „Schmusekurs“ zu fahren, wobei die Interessen der Gräfelfinger und Lochamer Bürgerinnen und Bürger auf die lange Bank geschoben wurden. Hier ein Auszug unserer News:

09.06.2008  ‚Das Rote Kreuz wird gebeten Abrechnungen ab 1996 vorzulegen‘
09.06.2009  ‚Die Jahresabrechnungen des BRK werden erneut von der IGG angemahnt‘
08.04.2011  ‚Späte Erkenntnis auch beim 1.Bgm: BRK-Forderungen sind unakzeptabel‘

Die Gemeinde muss endlich die Interessen der Bürgerinnen und Bürger als Eigentümerin des RMG Hauses gegenüber dem BRK Kreisverband vertreten:

  1. Bekanntlich hat die Gemeinde im Vertrag mit dem Betreiber eine „Dach und Fachklausel“ vereinbart, die den BRK Kreisverband zur Übernahme von Reparatur- und Unterhaltsmaßnahmen besonders im Inneren verpflichtet.
  2. Ebenso war vertraglich vereinbart, dass der günstige Pachtzins an die Gräfelfinger Heimbewohner weitergegeben wird.
  3. Gleichzeitig sind die Heimbewohner mit Ihrer Miete über Jahrzehnte an den Gebäudeunterhaltskosten beteiligt worden.

Alle angesprochenen Vertragspunkte wurden in der Vergangenheit vom BRK nicht bzw. nur teilweise erfüllt.  

Hier muss endlich mit Hilfe eines Fachmanns Klartext geredet werden. Es kann nicht sein, dass die Gemeinde jetzt für die seit Jahrzehnten aufgelaufenen notwendigen Sanierungsmaßnahmen gerade stehen soll und gleichzeitig die beträchtlichen Gewinne, die das BRK abführte, unberücksichtigt bleiben.

Die Verhandlungen müssen von der Verwaltung und dem Bürgermeister hart und mit Konsequenz geführt werden. Für den seit Jahren gepflegten „Schmusekurs“ mit dem Kreisverband ist kein Platz, sonst ist doch wieder alles in den Wind gesprochen!

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