Stellungnahme der IGG zum Hackschnitzel-Kraftwerk

Die IGG hat sich bewusst nicht in den offenen Schlagabtausch um das Hackschnitzel-Kraftwerk eingemischt. Die vielfältigen Argumente gegen die Errichtung drücken die Sorgen der betroffenen Bürger aus. Die öffentliche Planung des Kraftwerks läuft allerdings schon seit 2008 und seitdem wurden die Gegenargumente von Gutachtern unter die Lupe genommen. Dort wo sie berechtigt waren, wurden seitens der Gemeinde vertragliche Bindungen vorgeschrieben, die bei ihrer Überschreitung die Konzession in Frage stellen.
Die IGG trägt nochmals eine Zusammenfassung ihres Standpunktes vor.

 

Die Problematik um das Biomasseheizkraftwerk (BHKW) wurde von der IGG bereits vor Jahren auf breiter Basis vorgestellt. In mehreren Beiträgen wurde zum Teil sehr kritisch das Vorgehen von Bgm. Göbel kritisiert.

28.06.2008  ‚Konzessionsvergabe, Vertragsentwurf und Fernwärme ein brandeiliges Thema?‘
07.07.2008  ‚Einberufung einer außerordentlichen Sitzung des Gemeinderats zum Thema Fernwärme‘
09.07.2008  ‚Die IGG lädt ein zum Thema Fernwärme – Erfahrungen aus Aying und Ismaning‘
30.09.2008  ‚Stellungnahme der IGG zum Konzessionsvertrag‘
08.03.2009  ‚Hackschnitzelkraftwerk in Sauerlach – Antrag für eine Informationsveranstaltung des GR‘

Die Entwicklung um das BHKW hatte 2009 an Fahrt verloren, während das Projekt im Hintergrund Substanz annahm, um dann 2010 mit der Verlegung der Rohleitungen zu beginnen. Es ist offenbar typisch, dass sich die Bevölkerung erst um die Projektbelange kümmert, wenn mit den Arbeiten begonnen wird – siehe Mobilfunkkonzept Gräfelfing (wie auch bei Stuttgart 21).

Obwohl die IGG mit ihrer berechtigten Kritik zum Vorgehen des Bürgermeisters offen umgegangen ist, trägt sie das Konzept um das BHKW voll umfänglich in der Sache. Geht es doch hier um den sichtbaren Einstieg der Gemeinde in ein Energiekonzept, das wesentlich weitreichender sein wird und die Versorgung der Haushalte mit Fernwärme durch Geothermie zum Ziel hat. Dass hierzu die Planungen weiter geraten sind begrüßt die IGG, beklagt allerdings gleichzeitig, dass Informationen hierzu nur nach Bedarf weitergegeben werden.

Die Gegner des BHKW haben ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht. Am 27.2.2011 werden alle Gräfelfinger und Lochhamer aufgerufen mitzubestimmen. Vor dem Aufruf an der Wahl teilzunehmen möchte die IGG darum bitten:

  • Informieren Sie sich zu dem komplexen Thema des Energiekonzepts der Gemeinde Gräfelfing
  • Wägen Sie kritisch ab, wo die Argumente der verschiedenen Gruppen auseinanderklaffen
  • Stellen Sie die vorgebrachten Fakten auf den Prüfstand Ihres persönlichen Energiekonzepts.

Die IGG hat ein Informationsschreiben an ihre Mitglieder (155.54 kB) verschickt, in dem sie ihre Empfehlung um Zustimmung zum BHKW ausgesprochen hat. 

Um die Energievision des Landkreises kennenzulernen verweist die IGG auf  www.landkreis-muenchen.de .

Welche Vorteile sich unter dem Stichwort Geothermie bündeln lassen erfahren Sie von der bereits seit mehreren Jahren in Betrieb befindlichen Geothermie Unterhaching.

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