Was ist mit dem Umbau des alten Rathauses los?

In Bauleitplanung, Familie

Der Umbau der ehemaligen Volksschule, bzw. des alten Rathauses hätte nicht dringender gestartet werden können. Nach über 1,5 Jahren Bauzeit verbirgt sich das Gebäude nun immer noch hinter seiner Schutzfolie und es entsteht der Eindruck, dass hier schlichtweg „getrödelt“ wird. Die Fertigstellung war nach den ersten Plänen bis zum 31.12.2009 geplant – also vor bald einem Jahr. Die IGG fragt nach, warum es zur Dauerbaustelle bei diesem öffentlichen Gebäude gekommen und wie es um die Kostenentwicklung bestellt ist.

 

Es war damals brandeilig und die Entscheidungen Art und Qualität der Renovierung des alten Gebäudes an der Bahnhofstrasse wurden regelrecht durch den Gemeinderat geprügelt. Als sich herausstellte, dass die Renovierung nicht termingerecht abzuschließen war, erhielt das Gebäude einen Umhang und von da an ging es nur noch schleppend voran.

Die IGG hegt eine gewisse Skepsis, wenn Entscheidungen unter Termindruck geraten. Hier bestätigt sich diese Sorge und es ist dringend an der Zeit, Klarheit darüber zu schaffen, warum der Baufortschritt stagniert und wie es um die Finanzlage dieses Projekts bestellt ist.
In ihrem Antrag vom 18.10.2010 (226.86 kB) fordert die IGG, dass dem Gemeinderat hierüber Rechenschaft abzulegen ist.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vom 11.11.10 konnte man erfahren, dass mit einer Fertigstellung des Umbaus bis März 2011 zu rechnen ist, und erstaunlicherweise auch, dass die Kosten unter denen der Planung bleiben könnten.
Im Auschuss wurde eine gemeinsame Besichtigung der Baustelle vorgeschlagen.
Diesem Vorschlag konnte die IGG, wie auch der gesamte Bauausschuss, folgen.

Allerdings kritisieren wir, dass die Tischvorlagen nicht aussagekräftig waren.
Bgm Göbel bezeichnete diese Unterlagen zur Besprechung des IGG-Antrags dann auch „als nicht tatsächlichhe Behandlung“ unseres Antrages.

Die Tischvorlagen waren in folgenden Punkten nicht ausreichend:

  • die Kostenentwicklung war nur überaus unbefriedigend zusammengestellt. Ein Balkendiagramm mit Zahlungsstand gab nur einen ersten Überblick.
  • Die Vorlage zur zeitlichen Abfolge der unterschiedlichen Baumaßnahmen war überaus schwer leserlich, da die Kopie zu klein ausgefallen war.

Die IGG wird entsprechend des von uns gestellten Antrages genauer nachfragen:

  1. welche tatsächliche Fakten und Begründungen gibt es für die 15 monatige Bauverzögerung?
  2. wie erklärt sich eine mögliche Kostenunterschreitung? Und
  3. welche tatsächlichen Nutzungen werden nun die Räume im alten Rathaus finden?

Der Auschuss einigte sich auf eine Erläuterung zu den Fragen unseres Antrags bei der Besichtigung. Auch im Sinne der Beiträge und Fragen der unabhängigen Bauberater, die im Ausschuss konkretere Zahlen forderten, wird die IGG hier genauer nachhaken.

Wie Bürgermeister C. Göbel die Situation beurteilt, können Sie im MM vom 17.11. 10 nachlesen.

 

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