Die Methoden der EDMO, um den Antrag auf Betriebserweiterung durchzusetzen

In Aus dem Rathaus

Der jüngste Schritt der EDMO ist reine „Augenauswischerei“. Der Schritt betrifft die „freiwillige“ Reduzierung des Maximalgewichts der Flugzeuge von 50 auf 25 Tonnen, sowie das Verbot von Hubschrauberflügen des Geschäftsreiseflugverkehrs an Sonn- und Feiertagen. Diese, in der beantragten Betriebserlaubnis, als große Zugeständnisse vermarkteten Reduzierungen dienen, ebenso wie die Behauptung, dass die Erweiterung des Flughafenbetriebs eine „Jobmaschine“ darstelle, dazu den Bürgern Sand in die Augen zu streuen.
Die IGG hat daher einen Antrag verfasst, die Anträge der EDMO auch im Gräfelfinger Rathaus zur Einsicht auszulegen, um von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Stellungnahmen einzureichen.

 

 

Der immer wieder von der EDMO- Flugbetrieb GmbH behauptete Zusammenhang zwischen Flugbetrieb und Arbeitsplätzen widerlegt eine Grafik des „Aktionsbündnisses gegen Fluglärm München-West“ bei dem die IGG Mitglied ist. Trotz ansteigendem Passagieraufkommen, Umsatz und auch Flugbewegungen hält sich seit 1991 die Anzahl der Arbeitsplätze konstant.

Anfang Dezember 2007 hat nun die EDMO als generöses Entgegenkommen den von ihr gestellten Antrag zur Betriebserweiterung in 2 Punkten eingeschränkt. Ein Griff in die Trickkiste vom EDMO-Geschäftsführer und bekannten Luftfahrt-Juristen Edwin Grabherr?

  1. Es werden die populärsten schweren Businessjets Gulfstream G500/550 (usw.), Global XRS und Dassault Falcon 7 mit Startgewichten zwischen 31,4 biws 41,3 Tonnen von der Reduzierung ausgenommen. Mit diesen Ausnahmen vom maximalen Abfluggewicht von 25 Tonnen ergibt sich so gut wie keine Reduzierung des Flugverkehrs. Diese Maßnahme dient somit nicht der Reduzierung von Fluglärm.
  2. Das Verbot von Hubschrauberflügen an Sonn- und Feiertagen gilt nur für den „Geschäftsreiseflugverkehr“ und nicht für den „Taxiflugverkehr“, der vorzugsweise mit Hubschraubern durchgeführt wird. Die Hubschrauberflüge orientieren sich an den Hauptverkehrsadern wie z.B. der A96 und kommen somit auch in Gräfelfing und Lochham vorbei. Der Taxiflugverkehr, dient für die Umsteiger als Zubringer für die Flughäfen in München, Memmingen und Augsburg. Da der Taxiluftverkehr gemäß Antrag von Herrn Grabherr kein Geschäftsreiseflugverkehr, sondern „Taxiflugverkehr“ ist, findet dieser natürlich auch an Sonn- und Feiertagen statt.

Gräfelfing ist wegen der örtlichen Entfernung zum Flughafen Oberpfaffenhofen nicht formal Beteiligter an dem Verfahren zur Betriebserweiterung. Dennoch sollten wir uns in Gräfelfing im Detail über diese Vorgänge informieren, Einsicht in den EDMO Antrag vom 21.1. bis 20.2. 2008 in der Gemeinde beschließen und eigene Stellungnahmen bei der Regierung von Oberbayern einreichen. Dabei ist es ausdrücklich auch möglich, die Stellungnahmen einzelner Bürger entweder über die Gemeinde oder direkt abzugeben.


Im überörtlichen Ausschuß wurde am 15.1.2008 der Dringlichkeitsantrag angenommen.

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