Die neuen Bebauungspläne wurden vom Gemeinderat verabschiedet

In Bauleitplanung

Am 30.1.2007 wurde nach monatelangem Ringen im Gemeinderat das Grundkonzept zu den neuen Bebauungsplänen verabschiedet. Dem Ziel, den Gartenstadtcharakter zu sichern und die Zunahme an Bauvolumen zu verhindern, konnte man bei der Komplexität des Themas und unter Berücksichtigung der rechtlichen Auswirkungen nur in einem Kompromiß nahe kommen. In Zukunft wird ein Zuwachs an Baurecht zwar vorhanden sein, wobei bei konsequenter Anwendung der neuen Regeln der Gartenstadtcharkter weiterhin gesichert scheint.

 

Im Oktober letzten Jahres legte die Gemeindeverwaltung ein Konzept für die neuen Bebauungspläne vor. In diesem war eine unverhältnismäßig hohe Baurechtsmehrung enthalten, die nahezu von allen Gemeinderäten abgelehnt wurde.

Viele Entwürfe und hartnäckiges Ringen um den Kompromiß waren erforderlich, bevor das Ergebnis eines neuen Bebauungsplans feststand. Neben dem letzten Antrag.

hatte auch die CSU/SPD einen Vorschlag erstellt. Hieraus wurde dann durch den Berater der Gemeinde (Müller-Diesing) das Modell D als Kompromiss entwickelt.

Bevor eine Kommentierung dieses für die IGG sehr wichtigen Themas vorgenommen wird, soll vorerst das Ergebnis vorgestellt werden. Entscheidend ist, dass das neue Baurecht sich weiterhin an dem Gebäudebestand und dem vorhandenen Baurecht orientiert. Die wichtigsten Eckpunkte der neuen Bebauungspläne sind:

  1. Es gibt 4 verschiedene Gebiete mit Mindestgrundstücksgrößen (MGG), von 500, 750, 1000 und 1250 qm
  2. Die Geschoßfläche (GF) wird ohne den Dachausbau errechnet.
  3. Für jede MGG gibt es einen unteren Bereich in dem die GF linear mit der Grundstücksgröße anwächst.
  4. Zwischen MGG und doppelter MGG wächst die GF ebenfalls linear an, jedoch mit verringerter Steigung.
  5. Oberhalb der doppelten MGG findet die Deckelung statt.
  6. Wird ein Grundstück der doppelten MGG geteilt, so entsteht bei den bei den neuen Grundstücken ein GF-Gewinn von insgesamt 150 qm und das einheitlich in allen 4 Gebieten.

 

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